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Rezension - Die Unternehmung als ein soziales System

Die Unternehmung als ein soziales System
H. Dunn  

Duncker & Humblot  
1998
ISBN: 3-428-07852-7
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Aus der theoretischen Realitätsferne lösen Die Unternehmung als ein soziales System Die Sozialwissenschaften leisten einen wichtigen Beitrag zur Theorie der Unternehmung. In seinem Buch "Die Unternehmung als ein soziales System" dokumentiert Malcolm H. Dunn, der Inhaber des Frankfurter Lehrstuhls für Außenwirtschaft und Ökonomie der Entwicklungsländer, diesen Tatbestand allein schon an der Zitierfrequenz im Personenregister des Buches. Dunn hat sich vorgenommen, die Unternehmung aus dem Blickwinkel des sozialwissenschaftlichen Forschungsprogramms zu betrachten. Er will sie aus der Realitätsferne der mikroökonomischen Theorie herauslösen, die den Bezug zur Realität tendenziell erst nach der Formulierung der Theorie herstelle. Der Autor wendet sich gegen eine Alleinherrschaft der Optimierungshypothese. Statt dessen sei eine empirisch gehaltvolle Theorie erforderlich, die sich mit den internen Koordinations- und Gestaltungsfragen des Unternehmens befasse. Er will nicht die neoklassische Gleichgewichtstheorie aufheben, wohl aber deren Grenzen zeigen, was ihm mit treffenden Argumenten in sachlich überzeugender Weise gelingt. Die Unternehmung als soziales System zu sehen bedeutet für Dunn, neben deren kooperativen auch die konfliktären Elemente sichtbar zu machen. Er stellt dabei das Konfliktverhalten der Mitarbeiter in den Vordergrund und entwickelt geeignete Strategien der Konfliktregelung. Sie gelten der Partizipation mit dem Ziel einer Identifikation mit dem Unternehmen, der Verhaltensänderung bei verdeckter Leistungsreduzierung oder offener Arbeitsverweigerung und der Kündigung. Interessant ist dabei der Befund, daß weder repressive noch die partizipativen Konfliktmanagementstrategien allein zu einem befriedigenden Ergebnis führen. Vielmehr wird eine Kombination der beiden Strategien empfohlen, da sich das Verhalten der Akteure nicht ausschließlich am Eigennutzen orientiere, sondern auch an Gerechtigkeitsvorstellungen einer reziproken Fairneß. Zwar könne die Strategie der Reziprozität als empirisch relativ gut abgesichert gelten, klärungsbedürftig seien aber deren Voraussetzungen und die Auswirkungen auf die (ökonomische) Effizienz. Es spricht für die selbstkritische Haltung des Autors, wenn er schreibt, daß die sozialwissenschaftliche Forschung hier noch in den Kinderschuhen steckt. Das mindert aber weder die Bedeutung des Themas noch den Gewinn, den der Leser aus der Lektüre zieht. Hartmut Kreikebaum, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 8.2.1999


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